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EVENTSNr. 4 | August 2010 www.pn-aktuell.de | 19 Das 10. Postgraduierten-Tref- fen der Deutschen Gesell- schaft für Parodontologie e.V. (DGP) war zugleich auch eine Premiere,denn der Berufsver- band der Fachzahnärzte und Spezialisten (DGP)® für Paro- dontologie (BFSP) e.V. lud die jungen Parodontologen in die Ruhrmetropole ein. Ne- ben der Präsentation speziel- ler Behandlungsfälle standen Beiträge zu den Themen „Pa- rodontologie unter den Rah- menbedingungen der Sozial- versicherungen“undderQua- litätsbeurteilung in der zahn- ärztlichen Praxis auf dem Programm.Erst seit 1983 wer- deninDeutschlandFachzahn- ärzte für Parodontologie aus- gebildet. Damals nahm die ZahnärztekammerWestfalen- Lippe die dreijährige Spezia- lisierung in ihre Weiterbil- dungsordnung auf und kurze Zeit später organisierten sich die ersten Fachzahnärzte in einem Arbeitskreis. „Trotz zahlreicher Initiativen blieb der Wunsch, die parodontolo- gische Weiterbildung auch bundesweit in den Landes- zahnärztekammern zu etablie- ren, eine Illusion – bis heute“, so Klaus Höcker,Vorsitzender des Berufsverbandes. Als die DGP die Ausbildung zum Spezialisten auf Bundes- ebene ins Leben rief, konnte ausdemlokalaktivenArbeits- kreis der Berufsverband mit dem Ziel entstehen, die spe- zifischen Interessen der Pa- rodontologen zu vertreten. Heute sind mehr als hundert Fachzahnärzte und Spezia- listen im BFSP organisiert. Höcker machte den jungen Zahnärzten/-innen deutlich, dass nach wie vor ein klares Missverhältnis zwischen den Abrechnungsvolumen und den epidemiologischen Zah- len besteht. Während die Parodontalerkrankungen als Volkskrankheitengelten,wer- den für deren Behandlung lediglich etwa 380 Millionen Euro in der gesetzlichen Krankenversicherung bereit- gestellt. ImVergleich dazu ge- ben die deutschen Sozialver- sichererfürdiekieferorthopä- dische Zahnregulierung na- hezu das Dreifache aus. Kai Worch,Vorstandsmitglied desBFSP,stellteinseinemVor- trag aber auch klar, dass der zurzeit geltende PAR-Vertrag die antiinfektiöseTherapie im Einzelfall ausreichend hono- riert.Regenerativeoderplasti- scheParodontalchirurgiesind nicht gedeckt und können bis- lang allein als privatzahnärzt- liche Behandlung erbracht werden. Martin Hagner, der seine Spezialisierung in der Uni-Klinik Bonn durchläuft, stellte dem Auditorium einen Fall der aggressiven Parodon- titis vor. Der angehende Paro- dontologe beschrieb die Sys- tematik der befundbezogenen Diagnose und die struktu- rierteTherapie.Unter Berück- sichtigung der Qualitätsleitli- nien, wie sie die Schweizeri- sche Gesellschaft für Paro- dontologie formuliert, hat Hagner schließlich einen be- eindruckenden Behandlungs- erfolg. Katrin Nickles von der Poliklinik für Parodontologie an der Universitätszahnklinik Frankfurt am Main befasste sich mit einem nicht alltäg- lichen, einem außergewöhn- lichen Behandlungsfall: ein junger Patient mit erblich be- dingten polyzystischen Nie- ren leidet unter Cyclosporin bedingten Gingivawucherun- gen.InihrerPräsentationwird deutlich, wie die Schwere der Allgemeinerkrankung den zeitlichenundsystematischen Ablauf kennzeichnet, das ju- gendliche Alter die Motiva- tion und Instruktion bei der antiinfektiösen Therapie er- schwert und schließlich die Rezidivneigung nach der chi- rurgischen Entfernung der Gingivawucherungen prägt. Thorsten Gehrke zeigte als niedergelassener Parodonto- loge, dass die fachspezifische Weiterbildung in einer Praxis erfolgreich und mit Freude umgesetzt werden kann. Der Berliner zeigte ein Kaleidos- kop von Therapiefällen von der chronischen Parodontitis bis zur plastischen Mukogin- givalchirurgie. Aus Greifswald war Rainer BiffarandieRuhrgekommen, um die Studie zur Qualitäts- beurteilung in der Zahnme- dizin zu präsentieren. Der Zahnverlust, als Folge ver- schiedenster Einflüsse, stellt dabei eine Maßeinheit dar. AlleAnstrengungenderzahn- ärztlichen Praxis sollten auf denErhaltdesZahnesunddes Gebisses gerichtet sein. Die Greifswalder Gruppe um Pro- fessor Biffar hat ein EDV-ge- stütztes Programm beschrie- ben und kalibriert, mit denen Praxen nunmehr feststellen können,wie erfolgreich sie im Erreichen dieses Zieles sind oder sein werden. Für das nächste Postgraduier- ten-Treffen lud Thomas Eger die jungen Parodontologen in das Bundeswehr Kranken- haus Koblenz ein. 10. Postgraduierten-Treffen Komm zur Ruhr – Unter dem Motto der Kulturhauptstadt 2010 luden DGP und BFSP den „parodontologischen Nachwuchs“ ins Essener Haus der Johanniter ein. Im ehemaligen Deutschen Bundestag in Bonn – dem heutigen World Conference Center Bonn (WCCB) – fin- det am 17. und 18. Septem- ber 2010 die gemeinsame Herbsttagung der DGP und der ARPA-Wissenschafts- stiftung statt. Dem Tagungsmotto „Exzel- lenz in der Forschung – Ex- zellenz in der Praxis“ wird auch das am zweiten Kon- gresstag dort erfolgende wissenschaftliche Sympo- sium von P&G Oral Health in besonderer Weise ge- recht. Bereits sein Titel „Evidenzbasierte Zahnme- dizin – Umsetzung von For- schungsergebnissen in der parodontologischen Pra- xis“ bezeichnet prägnant die Zielrichtung dieses Kon- gress-Highlights. Prof. Dr. Ja- net Clarkson referiert über „Evidenzbasierte Zahnme- dizin heute“, wobei sie unter anderem den Ansatz der Cochrane Collaboration zur Erarbeitung von Meta-Ana- lysen darstellt. Anschließend erläutert Prof. Dr. Benjamin Ehmke unter dem Titel „Evi- denzbasierte Leitlinien in der Parodontologie“, welche Schlussfolgerungen sich spe- ziell für diese Teildisziplin der Zahnmedizin ergeben. Beide Wissenschaftler legen den Schwerpunkt auf den konkreten Nutzen, den der Zahnarzt in Prävention und Therapie aus den aktuellen Fortschritten in der For- schung ziehen kann. Diese Veranstaltung findet am Samstag, 18. September 2010, von 9 bis 11 Uhr im WCCB, World Conference Center Bonn, Görresstraße 15 in 53179 Bonn, statt. Das P&G-Symposium ist nur für Teilnehmer der DGP-ARPA-Herbsttagung buchbar; der Besuch des Symposiums ist kosten- frei. Evidenzbasiert Diagnose undTherapie von Parodontopathien ist eine der zentralen Aufga- ben zahnärztlicherTätigkeit. Die Umsetzung von Forschungsergebnissen steht deshalb im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Symposiums. dgp Service GmbH Neufferstraße 1 93055 Regensburg Fax: 09 41/94 27 99 22 Adresse Voraussetzung für den Einsatz eines Lasers ist der Erwerb ei- nes Zertifikates, das zur An- wendung durch den Implanto- logen legitimiert. Dieses kann jetztenpassantineinemneuen Kursmodul der DGZI (Deut- sche Gesellschaft für Zahn- ärztliche Implantologie) im Rahmen der bewährten Wo- chenend-Curricula erworben werden. Weitere Inhalte des am 24.und 25.September 2010 in Freiburg im Breisgau statt- findendenKursessindaktuelle Themen rund um die Periim- plantitistherapie. Die Leitung liegtindenbewährtenHänden des Implantologen und DGZI- Vorstandsmitglieds Dr. Georg Bach und des Laserspezia- listen Prof. Dr. Axel Donges von der Naturwissenschaft- lich-Technischen Akademie (NTA) Isny. Implantologie und Laserzahnheilkunde weisen große Schnittmengen auf: Monochromatisches kohären- tes Laserlicht stellt einen ent- scheidenden Bestandteil bei der Behandlung der Periim- plantitis dar. Der orale Biofilm lässt sich mithilfe eines geeig- neten Lasers sicher und effi- zient vaporisieren. Diese evi- denzbasierte Erkenntnis hat zur Einführung eines Moduls „Laser und Periimplantitis“ im Rahmen des Curriculum Im- plantologie der DGZI geführt. Der Wochenend-Kurs steht auch Kolleginnen und Kolle- gen offen, die nicht das ge- samte Curriculum absolvie- ren, sondern sich speziell für dieseVeranstaltung interessie- ren. Mit dem Experten Prof. Axel Donges von der NTA Isny konnte ein Referent gewon- nen werden, der sich seit Lan- gem um die Laserforschung in Deutschland große Ver- dienste erworben hat. In seiner Kompetenz liegt der Kursteil Laserfachkunde und der Er- werb des Laser-Sicherheits- Zertifikates. Dieses wird je- dem erfolgreichen Absolven- ten am Ende des Wochenend- Curriculums ausgehändigt. Damit steht den teilnehmen- den Kolleginnen und Kollegen die Möglichkeit offen, sich an- schließend zum Laserschutz- beauftragten ihrer Institution zu ernennen. Die klinischen Anwendungen und den gesam- ten Bereich der Periimplan- titis und ihrer Therapie stellt der in Freiburg im Breisgau niedergelassene Fachzahn- arzt für Oralchirurgie und Spezialist für Implantologie und Laserzahnheilkunde Dr. Georg Bach, selbst langjäh- riges Vorstandsmitglied der DGZI, vor. Getreu dem Curri- culum-Konzept kommt auch die Praxis nicht zu kurz: Sämtliche durch die Vorträge erworbenen Kenntnisse wer- den direkt am Phantom umge- setzt, sodass umfassende Er- fahrungen zum Lasereinsatz am Hart- und Weichgewebe hier an einer der anerkann- testen universitären implan- tologischen Forschungs- und Ausbildungsstätten Europas gesammelt werden können. Das Wochenend-Curriculum „Laser und Periimplantitis“ der DGZI findet am 24./25. September 2010 statt. Ein weiterer interessanter Termin der DGZI: „Anatomie- Wochenende“, 8./9. Oktober 2010 in Dresden. Konsequente Nachsorge Monochromatisches Laserlicht kann erfolgreich bei der Inkorporation von Implantaten, beimWeichgewebsmanagement oder bei der Periimplantitis- therapie eingesetzt werden. Eindrucksvolle Vorträge zu den Themen digitale Implan- tologie,Weichgewebsintegra- tion, Prothetik, 3-D-Planung und Augmentation ließen aus klinischer Sicht in Stuttgart keineWünsche offen. Weitere Themen waren das Pro und Contra Platform Switching, Aspekte der Bio- logischen Breite,konische vs. Tube-in-Tube™-Verbindun- gen, Einflüsse der Implantat- positionierung auf Hart- und Weichgewebsentwicklung, CAD/CAM-Lösungen, Ver- schraubung vs. Zementie- rung, Abutmentmaterialien u.a. Gleich zu Beginn des Kongresses betonte Prof. Dr. Jürgen Becker, Universität Düsseldorf, für vier Jahre neu gewählter Präsident der CAMLOG Foundation, die große Bedeutung der CAM- LOG Foundation für die per- manente Weiterentwicklung der dentalen Implantologie. Einen besonderen Glanz- punkt des Kongresses bilde- te schließlich die exzellent besetzte Expertenrunde mit bemerkenswerten Problem- lösungen. CAMLOGs CEO Dr. Michael PeetzresümiertedieStuttgar- ter Veranstaltung in seinem Schlusswort dahingehend, dass er den Kongress als eine hervorragende und rege ge- nutzte Gelegenheit bezeich- nete, um Netzwerke zu pfle- gen und den Teamgedanken weiterzuentwickeln. Exzellente Expertenrunde Der 3. Internationale CAMLOG Kongress setzte nachhaltig Maßstäbe durch die Qualität der Beiträge und ein ausgewogenesVerhältnis von Praxis- relevanz und wissenschaftlicher Fundierung. DGZI e.V. Feldstr. 80, 40479 Düsseldorf Tel.: 02 11/1 69 70-77 oder 0800-DGZITEL (0800-33494835) Fax: 02 11/1 69 70-66 E-Mail: sekretariat@dgzi-info.de www.dgzi.de WeitereInformationenfinden Sieauf www.zwp-online.info Adresse Deutsche Gesellschaft für Parodontologie e.V. Neufferstraße 1 93055 Regensburg Tel.: 09 41/94 27 99 0 Fax: 09 41/94 27 99 22 E-Mail: kontakt@dgparo.de www.dgparo.de Adresse cola . Aggregatibacter actinomycetemcomitans . Porphyromonas gingivalis . Prevo mcomitans . Porphyromonas gingivalis . Prevotella intermedia . Tannerella forsythia Prevotella intermedia . Tannerella forsythia . Peptostreptococcus micros . Fusobact ia . Peptostreptococcus micros . Fusobacterium nucleatum . Treponema denticola bacterium nucleatum . Treponema denticola . Aggregatibacter actinomycetemcomit cola . Aggregatibacter actinomycetemcomitans . Porphyromonas gingivalis . Prevo mcomitans . Porphyromonas gingivalis . Prevotella intermedia . Tannerella forsythia evotella intermedia . 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Porph ototella inte tttoso trept mm nun clea ggggrg ega PPooP rp a iinnte oosssttreParident GmbH .Augustenstraße 10 .80333 .München Fon +49 89 51 55 56 88 .Fax +49 89 51 55 56 89 .info@parident.de .www.parident.de Markerkeim-Quantifizierungs-Test – MQT für Parodontologie & Implantologie ANZEIGE Datum Ort Veranstaltung/Info 10./11.09.2010 Leipzig 7. Leipziger Forum für Innovative Zahnmedizin (mit Kompaktkurs Parodontologie) Information: 03 41/4 84 74-3 08 24./25.09.2010 Konstanz EUROSYMPOSIUM/ 5. Süddeutsche Implantologietage Osseo- und Periointegration von Implantaten – Möglichkeiten, Grenzen und Perspektiven Information: www.zwp-online.info/events 19./20.11.2010 Aachen 18. Jahrestagung der Neuen Gruppe Parodontologie e.V. Parodontologie im Zentrum interdisziplinärer Zahnheilkunde Information: www.nagp.de Veranstaltungen 2010 WeitereInformationenfinden Sieauf www.zwp-online.info Weitere Impressionen in der Bildergalerie auf www.zwp-online.info
