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Facettenreiches Hightech und doch ein „Werkzeug für den Handwerker“ – der Laser. Dank seines breiten Spektrums an in der zahnärztlichen Praxis einsetzbaren Wellenlängen kommt er in vielerlei Bereichen der Zahnmedizin zur Verwendung. Die Entwicklung steht nicht still und so soll der folgende Beitrag einen Einblick in eine Auswahl aktueller Studien und Forschungsergebnisse bieten.

2. M K Anastasia et al.: Clinical Effi- cacy and Safety of Two Marketed Whitening Traetment. AADR An- nual Meeting, Washington D.C., 3–6.March 2010. 3. Whin Whitening Treatments. AADR Annual Meeting,Washing- ton D.C.,3–6.March 2010. Ein Gebiet der Laserzahnheilkunde, welches stets etwas stiefmütter- lich behandelt wird, ist der Einsatz monochromatischen Lichtes in der Zahntechnik. Hier fanden wir einen Beitrag,der sowohl für Zahntechniker als auch implantologisch tätige Zahnärzte gleicherma- ßen interessant sein dürfte: Laserschweißen:Klinische Gerüsteinprobe ohne Festziehen aller Schrauben Bei verschraubten Rekonstruktionen auf mehreren Im- plantaten liegt die Schwierigkeit in der Herstellung von möglichst spannungsfrei sitzenden Suprastrukturen. DievorliegendeArbeituntersuchtedievertikalePassge- nauigkeit von Implantat-Suprastrukturen aus Titan auf vier Implantaten in Abhängigkeit des Anzugsmoments der Abutmentschrauben vor dem Laserschweißverfah- ren zur Gerüstkonstruktion. Die Passgenauigkeit der Komponenten wird durch das Anzugsmoment der Abutmentschrauben beeinflusst. In zahntechnischen Labors werden die Abutment- SchraubenvordemLaserschweißenvonGerüstennicht routinemäßig mit einem Drehmomentschlüssel kon- trolliert eingebracht. Die Passgenauigkeit der Gerüste wirdjedochnichtsignifikantdurchdasAnzugsmoment der Abutmentschrauben vor dem Laserschweißverfah- ren beeinflusst,fanden die Autoren. Gleichzeitig zeigt diese Studie aber, dass bedingt durch die Laserschweißtechnik ein Verzug im Gerüst auftritt undkeinpassiverSitzaufdenImplantatenerreicht wird. DiePassgenauigkeitderGerüsteistjedochdurchdasAn- ziehenallerAbutmentschraubenmit20Ncmverbessert worden.DieseBeobachtungimpliziert,dassdieklinische Gerüsteinprobe ohne Festziehen aller Schrauben erfol- gensollteunddassdieradiologischeDokumentationmit fest angezogenen Abutmentschrauben keine Evidenz füreinenspannungsfreienSitzdesMetallgerüstsbietet. Quelle:C D da Silveira-Junior:Influence of Different Tightening Forces before LaserWelding to the Implant/ Framework Fit.J Prosthodont (2009) 18:337–341. Mehr Licht in der Parodontologie Nach wie vor kritisch von den Fachgesellschaften be- trachtet wird der Einsatz von Laserlicht bei Parodontal- erkrankungen. Umso erfreulicher ist es, wenn valide Daten von den Hochschulen zu diesemThemenbereich veröffentlicht werden. Er:YAG-Laser vs.Küretten bei der parodontalen Lappenoperation P.Purucker,C.Andoh,B.Riep,D.Kaner ZieldieserrandomisiertenkontrolliertenklinischenStudie war, bei Patienten mit fortgeschrittener Parodontitis die Wurzeloberflächenbearbeitung bei Parodontalchirurgie mit Er:YAG-Laser und Küretten hinsichtlich klinischer Ef- fektivität sowie Patientenpräferenz zu vergleichen. In die Studie eingeschlossen wurden 23 Patienten mit fortge- schrittenerParodontitis,diedreiMonatenachabgeschlos- sener, nicht chirurgischer Therapie in mindestens zwei Quadranten persistierende Sondierungstiefen von 6mm undmehrsowiepositiveSondierungsblutungaufwiesen. IneinerSitzungwurdennachderLappenpräparationnach Randomisierung bei einem Quadranten die Depuration der Wurzeloberfläche und Entfernung des Granulations- gewebes mittels eines Er:YAG-Lasers (KaVo KEY 111, KaVo Biberach) mit speziellen Ansätzen für die Zahnsteinent- fernungbeieinerPulsfrequenzvon10HzundeinerEnergie von160mJdurchgeführt,derandereQuadrantwurdemit Küretten behandelt. Die Wurzeloberflächenbearbeitung und die Lappenoperation wurden stets durch zwei unab- hängige Behandler durchgeführt.Die Erhebung der klini- schen Parameter Sondierungstiefe,Attachmentlevel und Sondierungsblutung(prä-und12bzw.24WochenpostOP) mittels elektronischer Parodontalsonde erfolgte durch einen weiteren, verblindeten Untersucher. Die Präferenz des Patienten wurde durch Auswertung eines Fragebo- gens ermittelt. Die Analyse der Sondierungstiefenreduk- tion, des Attachmentgewinns und der Sondierungsblu- tung ergab zu keinem Zeitpunkt statistisch signifikante Unterschiede zwischen den beiden Behandlungstechni- ken.23von23PatientenbevorzugtendenLaser. Schlussfolgerung: Bei der chirurgischen Behandlung ei- ner persistierenden fortgeschrittenen Parodontitis wird bei identischer klinischer Effektivität von 100% der Pa- tientendieLaserbehandlungdenKürettenvorgezogen. Dieser Beitrag ist die Zusammenfassung einer oralen Präsentation,gehalten auf der Jahrestagung der DGZMK 2009. n 9 LASER JOURNAL 2/2010 Special Abb.7und8:SelektivesKürettierenmitdemEr:YAG-Laser(BildermitfreundlicherGenehmigung von Dr.Thomas Nessler). KONTAKT Dr.Georg Bach Rathausgasse 36 79098 Freiburg im Breisgau E-Mail:doc.bach@t-online.de

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