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Erkennung trans- versaler Probleme Das Verständnis und die Be- handlungsstrategie der ante- rio-posterioren bzw. vertikal maxillofazialenDisharmonie wurden bis heute relativ gut dargestellt. Jedoch erfordern transversale Disharmonien, die häufig als verschiedene posteriore Kreuzbissformen auftreten, andere Überle- gungsansätze. Prävalenz Nach einer Studie von Bru- nelle et al. existieren poste- riore Kreuzbisse bei 9,4% der gesamten Bevölkerung. Prof- fit stellte fest,dass 30% der er- wachsenen kieferorthopädi- schen Patienten transversale Engen im Oberkiefer aufwei- sen.AusdiesemGrundsollten transversale Probleme nicht unbeachtet bleiben und ent- sprechendbehandeltwerden. Erkennung durch Patienten- diagnose Trotz der relativ hohen Prä- valenz gibt es nur wenige Patienten, die ihre transver- sale Disharmonie erkennen. ManchmalklagendiePatien- ten über anterio-posteriore oder vertikale Probleme, ob- wohl die eigentlich aus trans- versalen Problemen hervor- gehen oder mit diesen ein- hergehen. Problem derTherapie Die Kategorie der transver- salen Diskrepanz ist von der Zahl her kleiner vermessen als die der anterio-posterio- ren oder vertikalen Diskre- panz wie Proffit in seinem „Envelope of Discrepancy“ zeigte. Im Vergleich zur an- terio-posterioren oder ver- tikalen Problematik ist die Behandlungsmöglichkeit der transversalen Engen relativ stark eingeschränkt (Abb.1). Dabei spielen folgende zwei Aspekte eine wichtige Rol- le: Zum einen können knö- cherne Dehiszenzen bei late- ralen Bewegungen der poste- rioren Segmente ohneVerän- derung des Basalknochens vorkommen.Zum anderen ist die Bewegungsmöglichkeit durch Kippung im posterio- renBereichschlechterdurch- führbar als im anterioren Bereich,d.h.eskönnenuner- wünschte Effekte bei Kip- pungen im posterioren Be- reich auftreten. Daher erfor- dert selbst eine leichte trans- versale Disharmonie eine körperliche Bewegung der Zähne anstatt einer dentalen Kippung. Zusammenfassend betrach- tet zeigt sich die transversale Disharmonie als eine Malok- klusion, die trotz hoher Prä- valenz schlecht erkannt wird und bei der selbst bei leich- ten Disharmonien relativ we- nige Therapiemöglichkeiten zur Auswahl stehen. KIEFERORTHOPÄDIE NACHRICHTEN Die Zeitung von Kieferorthopäden für Kieferorthopäden I www.kn-aktuell.de Einleitung Vor etwa zehn Jahren begann inEuropadieLingualtechnik in der Kieferorthopädie im- mer mehr an Bedeutung zu gewinnen.Allerdings war le- diglich ein einziges Bracket- system verfügbar und Ver- suche aus den USA der sieb- ziger Jahre, dieseTechnik zu beherrschen, waren geschei- tert. In den letzten Jahren fanden eine Reihe weltweiter, eu- ropäischer sowie nationaler Konferenzen (WSLO, ESLO, DGLO) hinsichtlich dieser Behandlungsmethode mit zu- nehmenden Teilnehmerzah- len statt. Dies führte zu einer Lingualtechnik mit SLBs Dr.Hatto Loidl und Dr.Mathias Roloff stellen das selbstligierende Lingualbracketsystem EVOLUTION SLT® sowie dessen spezifischen Laborprozess beiAnwendung der modifizierten Hiro-Technik mit individuellen Übertragungskäppchen und Smart Jigs® vor. Nichtoperative maxilläre Expansion Inwieweit operative Methoden wie SARPE hinsichtlich Biomechanik und Stabilität nach erfolgter Expansion vorteilhafter sind als ein nichtoperativesVorgehen, wurde bislang nur wenig untersucht. Prof. Dr. Kee-Joon Lee und Dr.Yong-Min Jo geben einen aktuellen Literaturüberblick und zeigen das Konzept sowie die klinische Anwendung der minischraubenunterstützten GNE (MARPE). Überraschend groß war sie, die Anzahl an Kieferorthopä- den,die Mitte Juni zur diesjäh- rigen europäischen Jahresta- gung aus der ganzenWelt an- gereistwar.Überraschendvor allem deshalb, da die Anreise zur Küste Sloweniens meist nicht direkt, sondern über mehrere Zwischenstationen bewältigt werden musste. Was die Teilnehmer dann er- wartete,wareinvonEOS-Prä- sidentin Dr.Maja Ovsenik lie- bevoll und perfekt organisier- ter Kongress im unmittelbar am Meer gelegenenTagungs- center Bernardin von Porto- rož. Sowohl die Kongressat- mosphäre, Portorož selbst als auch die Gastfreundschaft der Slowenen trugen zu einem sehr entspannten und posi- tiven Gesamtbild dieser Ta- gung bei. Sie sehen die Ergebnisse - nicht die Brackets Damon Clear™ - sichtbar UNSICHTBAR Klare Leistung, Optimale Stabilität, Komfortable Passform, Präzise Bracketplatzierung. Damon Clear™ vereint die klinisch erprobten Eigenschaften eines nahezu reibungsfreien,passivselbstligierendenSystemsmitdenästhetischenAnsprüchen, die imagebewusste Patienten heute stellen. Das Ergebnis sind kristallklare Brackets, die alle Erwartungen an Schönheit und Funktionalität übertreffen. Der innovative SpinTek™ -Schiebemechanismus für einfache Bogenwechsel Eine patentierte, gelaserter Basis für optimale Verbundfestigkeit und Zuverlässigkeit. Eine herausnehmbare Positionierhilfe für akkurate Platzierung der Brackets. Der innovative SpinTek™ Eine patentierte gelaserter Basis Eine herausnehmbare Damon Clear™ - die wirklich ästhetische Innovation Weitere Details erhalten Sie bei Ihrem Ormco-Vertreter oder unter www.damonsystem.com/damonclear. ANZEIGE 8 Seite 8 Dual-Top™ Anchor-Systems PROMEDIA MEDIZINTECHNIK • A. Ahnfeldt GmbH • Marienhütte 15 • 57080 Siegen Tel.: 0271/31 460-0 • Fax: 0271/31 460-80 • www.promedia-med.de • E-Mail: info@promedia-med.de SIMPLY THE BEST! ANZEIGE Abb. 1: Einzelnes Übertragungstray fertig zum Einsatz in den Mund des Patienten. 8 Seite 4 8 Seite 16 Abb. 1: Envelope of Discrepancy (Proffit, 2000). Überraschend gute Resonanz Mehrere HundertTeilnehmer beim 86. Jahreskongress der European Orthodontic Society im slowenischen Portorož. Ein Rückblick von Dr. Björn Ludwig. Nr. 7/8 | Juli/August 2010 | 8. Jahrgang | ISSN: 1612–2577 | PVSt: 62133 | Einzelpreis 8,– € Aktuell Optimale Ästhetik Prof.Dr.Vincent O.Kokich jr. im KN-Interview über die wichtige Rolle eines in- terdisziplinäragierenden Behandlungsteams für bestmögliche Ergebnisse. Wissenschaft&Praxis 8 Seite11 30 Jahre TwinBlock Dr. William J. Clark zieht im KN-Interview ein Re- sümee aus über drei Jahr- zehnten klinischer Erfah- rungen rund um die von ihm entwickelte FKO-Ap- paratur. Wissenschaft&Praxis 8 Seite12 Allround- managerin Petra Schmidt-Saumwe- ber zeigt, wie eine KFO- Praxis durch Einsatz einer kompetenten Alltagsmak- lerin effiziente Unterstüt- zung erhalten kann. Praxismanagement 8 Seite13 BENEFIT-An- wendertreffen Zahlreiche Kieferortho- päden folgten der Einla- dung von Prof. Dr. Dieter Drescher und Priv.-Doz. Dr.BenedictWilmes zum Miniimplantat-Erfah- rungsaustausch. Events 8 Seite18
