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Mehrschichtige Faceliftings, bei denen das SMAS gezielt angehoben und gestrafft wird, ermöglichen eine besonders harmonische und anhaltende Verjüngung der Konturen von Gesicht und Hals. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Art und Weise der Verlagerung des Platysmas. Die hier vorgestellte Platzierung zusätzlicher Fixationsnähte unter dem Platysma-Muskel führt zu einer weitergehenden Optimierung der Halskonturen. Daneben ermöglicht diese Technik das gezielte Anheben abgesunkener hypertrophischer Submandibulardrüsen und verringert das Risiko typischer Komplikationen eines Halsliftings.

I Fachbeitrag _ Facelift _Einleitung Mehrschichtige Faceliftings, bei denen das SMAS gezielt angehoben und gestrafft wird, ermöglichen eine besonders harmonische und anhaltende Ver- jüngung der Konturen von Gesicht und Hals. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Art und Weise der Verlagerung des Platysmas. Die hier vorgestellte Platzierung zusätzlicher Fixationsnähte unter dem Platysma-Muskel führt zu einer weitergehenden Optimierung der Halskonturen. Daneben ermög- licht diese Technik das gezielte Anheben abgesun- kener hypertrophischer Submandibulardrüsen und verringert das Risiko typischer Komplikationen ei- nes Halsliftings. _Vorteile des SMAS Facelifts ReinecutaneGesichtsliftingsermöglicheneinesehr begrenzte Reposition abgesunkener Gesichtspar- tienundhabenpraktischkeinenHebeeffektimsub- mandibulären Bereich. Dagegen bergen sie wegen dererhöhtenHautspannungdasRisikounnatürlich erscheinender Verziehungen sowie einer unvorteil- haften Narbenbildung. Gesichtsliftings, bei denen das Gewebe zwischen Gesichtshaut und tiefer Gesichtsfaszie separat mo- bilisiert und angehoben wird, verringern diese Risi- ken. Das sogenannte Superficial Musculo Aponeu- rotic System (SMAS) beinhaltet anatomisch im We- sentlichen den Platysma-Muskel und die Kapsel der Ohrspeicheldrüse. Wird die Kapsel der Glandula pa- rotis in das SMAS integriert, erleichtert dies wegen der besseren anatomischen Übersichtlichkeit die Präparation eines stabilen Lappens, der kontinuier- lich in das Platysma übergeht und bei seiner Verla- gerung und Straffung damit auch entscheidend zu einer Verbesserung der Halskontur beitragen kann. Diesgelingtabernur,wennSMASundPlatysmaweit genug nach ventral und kaudal präpariert bzw. die festen Anheftungen (Retaining Ligaments) über demJochbeinunddemVorderranddesM.masseter gelöst werden. DankderVerlagerungundStraffungdesSMASwer- den die straffenden Kräfte bei einem Lifting auf die Tiefe begrenzt, während die Gesichtshaut nahezu spannungsfrei bleibt. Die Gefahr unschöner Verzie- hungen und auffälliger Narben wird damit erheb- lich verringert. SehrverbreitetistdieRaffungdertieferenGewebe- schicht durch Plikationsnähte, ohne zuvor das SMAS separat mobilisiert zu haben. Auch damit kann eine gewisse Anhebung des SMAS und Straf- fung des Platysmas erreicht werden. Eingeschränkt sind allerdings die Konturierungsmöglichkeiten im Wangenbereich und unter dem Kieferwinkel. Auch Tiefe Fixationsnähte des Platysmas – eine Weiterentwicklung des SMAS Facelifts Autor_Dr. med. Dr. med. dent. Frank Muggenthaler, Freiburg im Breisgau 06 I face2_2010 Grafik 1 Grafik 2 Grafik 3 Grafik 4 Grafik 1_ Darstellung der Ausdeh- nung der Hautdissektion (dunkle ge- strichelte Linie), der Ausdehnung der SMAS/Platysma Präparation (gelbe gestrichelte Linie), der Spannungs- vektoren infolge der tiefen Suspen- sionsnähte (rote Pfeile) und der Ver- lagerung des SMAS nach cranial und posterior (blaue Pfeile). Grafiken 2 und 3_ Reihenfolge der Fixationsnähte: Die erste Naht hebt das SMAS an, etwa auf Höhe des Jochbogens. Die folgenden Nähte bringen sukzessive das Platysma unter Spannung und verkleinern den Totraum unter SMAS und Platysma. Grafik 4_ Dann wird der Überstand des SMAS/Platysmalappens unter das Ohr geschwenkt und dort eben- falls fixiert. Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3 OP-Abb. 1_ Vollständige Präparation des SMAS, cranial bis über den M. zygomaticus major, und im kaudalen Bereich weit unter das Platysma. OP-Abb. 2 und 3_ Die ersten Fixa- tionsnähte des SMAS erfolgen etwa auf Höhe des Jochbogens. Wenn die Ligamente über dem Jochbein aus- reichend gelöst wurden, zeigt sich jetzt schon eine deutliche Anhebung der Mundwinkel.

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