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In jeder Profession können Fehler auftreten – Fehler sind menschlich. Diese Einsicht ist besonders schwer, wenn Menschen in ihren Berufen Verantwortung für weitere menschliche Leben haben. In der Medizin, im Luftverkehr oder in Kernkraftwerken können die kleinsten Fehler verheerende Folgen haben. Aus diesem Grund werden Fehler in der (Zahn-)Medizin ungern gesehen … und mindestens genauso ungern zugegeben...

Spezial _ Psychologie I I 53face2_2010 gen,FallbeispieleaufihrenSeitenzuerläutern(z.B. Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen der Norddeutschen Ärztekammern, www.norddeut- sche-schlichtungsstelle.de; Schlichtungsaus- schuss zur Begutachtung ärztlicher Behandlung bei der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz, www.laek-rlp.de/patienten/schlichtung; Gutach- terkommission der Ärztekammer Nordrhein, www.aekno.de/page.asp?pageID=5624). Schlich- tungsstellen, Ärzte und Sachverständige arbeiten interessante Fälle auf und stellen sie auf ihrer ei- genen Homepage oder auf der offiziellen Seite ih- rer Landesärztekammer anonymisiert und mit Rechtsprechungshinweisen versehen zur Verfü- gung. Ärzte können sich online über die sachge- rechte Analyse und Bearbeitung der ausgewähl- ten Fälle informieren und dieses Wissen zur eige- nen Fehlerreduzierung nutzen. EinandererAnsatzmitdemZiel,Diskussionenanzu- regen, stellt eine Seite zum Fehlerberichts- und Lernsystem für Hausarztpraxen dar (www.jeder- fehlerzaehlt.de/public/report/databaseNewest.jsp.) Fälle werden vorgestellt und von Kollegen und Fachpersonen kommentiert. Lesenswert sind ebenfalls die öffentlichen Fallberichte des Patien- ten-Sicherheits-Optimierungssystems PaSOS (www.pasos-ains.de/indexSSL.php). Jede dieser Plattformen ist hilfreich, auf mögliche Fehler auf- merksamzumachenunddasbestmöglicheVorge- hen zu besprechen. _In Planung Auch in der Zahnmedizin ist eine zentrale Inter- netseitemitgesammeltenPatientenstudiendenk- bar und zurzeit mit ZWP online in Planung. Zahn- ärzte können sich online oder mittels E-Mail Ver- teiler über Fehler, deren Folgen und die Vermei- dung informieren. Ein solches Vorgehen wäre für alle Beteiligten – Zahnärzte wie Patienten – von großem Interesse. Sicherlich ist es richtig, in Fachzeitschriften, auf Tagungen und Kongressen überwiegend positive Behandlungsabläufe zu lernen – mindestens ge- nauso wichtig ist es, Fehler in der Medizin zu ver- meiden. Dies gelingt nur, wenn der Rahmen für wertfreie und neutrale Prüfung in kollegialer Zu- sammenarbeit gegeben ist und Fehler als Chance zur Verbesserung gesehen werden._ Dr.Lea Höfel Diplom-Psychologin Dissertation zumThema „Ästhetik“,Internationale Veröffentlichungen und Tagungsbeiträge zu den Themen „Kognitive Grundlagen der Ästhetik“ & „Psychologie in der Zahnmedizin“.ZusätzlicheAusbildungen: Entspannungstrainerin und Journalistin,Heilpädago- gisches/Therapeutisches Reiten. Kontakt: Dr.Lea Höfel Tel.:0 88 21/7 81 96 42 Mobil:0178/7 17 02 19 E-Mail:lea.hoefel@arcor.de face_Autorin

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