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Eine 42-jährige Simultanübersetzerin stellte sich aufgrund einer ausgeprägten parodontalen Erkrankung in unserer Praxis vor. In den letzten zehn Jahren wurden mehrere parodontale Therapien durchgeführt. Die alio loco ausgesprochene Empfehlung war die Entfernung aller Zähne und nach Ausheilung der Parodontitis und einer Übergangsphase mithilfe einer herausnehmbaren Prothese die verzögerte Implantation mit nachfolgender prothetischer Versorgung. Die Patientin fürchtete phonetische Probleme im Rahmen der Umstellung auf einen herausnehmbaren Zahnersatz im Oberkiefer und daraus resultierend eine länger-fris-tige Arbeitsunfähigkeit. Wir empfahlen der Patientin eine Sofortimplantation nach Zahnextraktion. Basierend auf einer transdentalen NobelGuideTM Planung sollte die Implantation mit NobelActiveTM Implantaten erfolgen.

_Anamnese Eine 42-jährige Simultanüber- setzerinstelltesichaufgrundei- ner ausgeprägten parodontalen ErkrankunginunsererPraxisvor. In den letzten zehn Jahren wur- denmehrereparodontaleThera- pien durchgeführt. Die alio loco ausgesprochene Empfehlung war die Entfernung aller Zähne und nach Ausheilung der Paro- dontitis und einer Übergangs- phase mithilfe einer heraus- nehmbarenProthesedieverzögerteImplantationmit nachfolgenderprothetischerVersorgung.DiePatien- tin fürchtete phonetische Probleme im Rahmen der Umstellung auf einen herausnehmbaren Zahnersatz im Oberkiefer und daraus resultierend eine länger- fristige Arbeitsunfähigkeit. WirempfahlenderPatientineineSofortimplantation nach Zahnextraktion. Basierend auf einer transden- talen NobelGuideTM Planung sollte die Implantation mit NobelActiveTM Implantaten erfolgen. _Klinischer und radiologischer Befund Die intraorale klinische Befunderhebung zeigte ein reduziertesRestgebissmitprothetischerundkonser- vativer Versorgung in beiden Kiefern. Es zeigten sich Zahnlockerungen zweiten Grades im Oberkiefer, im Unterkiefer Zahnbewegungen ersten Grades. Der Zahn 21 sowie die seitlichen Inzisivien waren rotiert und labial protrudiert. Die marginale Gingiva zeigte eine fibrotische Verdickung als Indikator für rekur- rente Infektionen (API: 65 Pro- zent; PBI 3-4 Prozent; CPITN: Abb. 1a, b). DieradiologischeUntersuchung zeigte eine bimaxilläre horizon- tale Knochenreduktion mit ver- tikalenEinbrüchenindenRegio- nen15,11bis22,24bis26,36bis 34 und 44 (Abb. 2). _Diagnose Chronische Erwachsenenparo- dontitis (AP). _Planung In Absprache mit der Patientin erfolgte zunächst die Neuver- sorgungdesOberkiefersimRah- men einer Sofortimplantation nach Zahnentfernung mit So- fortbelastung. Im Detail waren die folgenden Schritte bespro- chen: 38 I face2_2010 I Fachbeitrag _ Implantologie Transdentale 3-D-Implantatplanung bei ausgeprägter Parodontopathie Autor_Dr. med. Dr. med. dent. Manfred Nilius, Dortmund Abb. 1aAbb. 1 Abb. 1b Abb. 2

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