Die beeindruckende Leistung der face besteht darin, nahezu das gesamte Spektrum der Orofacialen Chirurgie, von der Hundebissverletzung über die Gesichtsprothetik bei Defekten bis hin zur dermatologischen Chirurgie und der umfassenden Darstellung der rejuvenilen Chirurgie, publiziert zu haben.In dem Bemühen, den „State of the Art“ darzustellen, laufen die wissenschaftlichen Berichte von wei-testgehend hoher Qualität oft auf den getrennten Bahnen der Wiederherstellenden bzw. Ästhetischen Chirurgie meist ohne eine ausreichende Quervernetzung im jeweiligen Thema....
Editorial _ face I I 03face2_2010 _Die beeindruckende Leistung der face besteht darin, nahezu das gesamte Spektrum der Orofacialen Chirurgie, von der Hundebissverletzung über die Gesichtsprothetik bei Defekten bis hin zur dermatologi- schen Chirurgie und der umfassenden Darstellung der rejuvenilen Chirurgie, publiziert zu haben. In dem Bemühen, den „State of the Art“ darzustellen, laufen die wissenschaftlichen Berichte von wei- testgehend hoher Qualität oft auf den getrennten Bahnen der Wiederherstellenden bzw. Ästhetischen Chirurgie meist ohne eine ausreichende Quervernetzung im jeweiligen Thema. Bedingt durch die rasche Weiterentwicklung chirurgischer Instrumente und des damit erweiterten chirur- gischen Spektrums ist es nunmehr möglich geworden, beide Themenbereiche vor allem im Hinblick auf die Gesichtsfunktionen einander anzunähern, um selbst bei funktionell beeinträchtigten Gesichtsentstellun- gen ästhetisch ansprechende Ergebnisse zu erzielen. Das Paradebeispiel für die funktionsbasierte Ästhetik in der Gesichtschirurgie ist jene der Lippen-Kiefer- Gaumenspalten als deren „Königsdisziplin“. Hier sind exzellente ästhetische Ergebnisse nur durch das Zusammenspiel der rekonstruktiven Spaltosteo- plastik im Verein mit der dreidimensionalen Konturplastik des Gesichtes und der Spaltnasenkorrektur zu erzielen,diezudemausfunktionellerSichtmitderoralenImplantologieunddersprachverbesserndenChi- rurgie kombiniert werden müssen. Zum „finalising“ des ästhetischen Gesamterscheinungsbildes dient gemeinsam mit der plastischen Lip- penkorrekturdieMicrohairtransplantationzurAbdeckungderLippennarbenbeimMannalsAbrundungdes Zusammengehens mehrerer hoch spezialisierter Fachdisziplinen im Sinne einer „Total Facial Esthetics“. Aus diesem Beispiel ist ersichtlich, dass nicht die medizinische Qualifikation, sondern vielmehr der indi- viduelle Vorbehalt gegen die Interdisziplinarität einer Qualitätsverbesserung der ästhetischen Gesichts- chirurgie entgegenstehen kann. Um diese noch bestehenden Hürden zu beseitigen, hat sich die face bisher große Verdienste erworben. Prof. Dr. Dr. Kurt Vinzenz Esthetics follows Function in der Orofacialen Chirurgie Prof. Dr. Dr. Kurt Vinzenz
