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Die ICMIC ist eine Variante der Biostatischen Chirurgie. Es wird über neue Möglichkeiten der endoskopischen Chirurgie der Stirn- und Kieferhöhle sowie in der Traumatologie des Mittelgesichtes berichtet.

I Fachbeitrag _ Rhinochirurgie 18 I face2_2010 _Begriffsbestimmung Der Recessus frontalis verläuft in sagittaler Rich- tung in einem Winkel von circa 110° zur Horizonta- lenundmündetmeistnichtdirektindasInfundibu- lumethmoidale.DiedorsaleBegrenzungdesReces- sus frontalis bildet dann die Vorderwand der Bulla ethmoidalis, wenn diese gut pneumatisiert ist und mit der Bullalamelle bis zur Schädelbasis reicht. Die mediale Begrenzung verkörpert die laterale Lamella dermittlerenNasenmuschel,dielateraleWandwird vonderLaminapapyraceageformt,unddieBegren- zung nach anterior bildet der Agger nasi. Der Recessus kann durch eine Vielzahl anatomi- scher zellulärer Varianten eingeengt werden: 1. Cellulae frontoethmoidalis (Aggerzellen) Die Zellen des Agger nasi wurden von Bent et al. (1994) und Wormold (2003) unterteilt. Heute hat sich eine Klassifikation nach Kuhn (1996) klinisch bewährt. Dabei werden vier Typen, K1–K4, unter- schieden (Abb. 2): _ Typ1-Zelle:eineZelleimRecessusfrontalisober- halb des Agger nasi _Typ 2-Zelle: zwei oder mehrere Zellen im Reces- sus frontalis oberhalb des Agger nasi _ Typ3-Zelle:einestarkpneumatisierteZelleober- halb des Agger nasi, die in den Boden der Stirn- höhle reicht _ Typ 4-Zelle: eine isolierte Zelle im Sinus frontalis 2. Bulla oder Cellulae frontalis Diese Zellen gehen von der Hinterwand des Sinus frontalisausundengenvonhierentwederdenRe- cessus oder auch das Infundibulum frontale ein. 3. Infundibularzellen Suprabullöse Zellen des vorderen Siebbeins kön- nen das Infundibulum von dorsal her einengen. Seltener sind supraorbitale Zellen und Zellen des Septum interfrontale. Die genannten zellulären Strukturen können weit nach kranial reichen und entweder eine zweite oder die eigentliche Engstelle im Drainagesystem der Stirnhöhle darstellen. Unter unseren Patienten mit akuten, chronisch-rezidivierenden oder chroni- schen frontalen Rhinosinusitiden fanden sich bei über 60% eine oder mehrere der oben genannten Zellformationen. May et al. (1998) fanden bei 63% aller Patienten mit einer chronisch-rezidivierenden frontalen Rhinosinusitis eine Bulla frontalis. Die kli- nische Bedeutung der K-Zellen, der Bulla frontalis und anderer intrakavitären Zellen des Sinus fronta- lis wird besonders bei den Patienten mit entzünd- lichen Exazerbationen nach endonasalen Stirnhöh- lenoperationen deutlich, wo sie in hoher Frequenz bei der Voroperation entweder unvollständig oder Abb. 3a_ K1-Zelle (links) und K2-Zellen (rechts). Abb. 3b_ K3-Zelle (links) und K4-Zelle (rechts). Abb. 3c_ Supraorbitale Zelle und Bulla frontalis. Abb. 2_ Pathogenetische Zellformationen bei entzündlichen Erkrankungen der Stirnhöhle: grün – K3-Zelle blau – K4-Zelle gelb – Septum interfrontale-Zelle violett – Bulla frontalis. Abb. 3a Abb. 3b Abb. 3c Abb. 2

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