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Bei Klasse II-Füllungen hat der Zahnarzt etliche Herausforderungen zu meistern. Die herkömmliche Technik der Kavitätenpräparation und des Füllungsaufbaus macht Kompositfüllungen anfällig für Undichtigkeiten, Absplitterungen und sogar durchgehende Frakturen. Damit steigt auch die Gefahr von Kariesrezidiven, und die Misserfolgsquoten sind insgesamt höher als bei Amalgam. Die klassische Kavitätenpräparation, wie sie zuerst von G.V. Black beschrieben wurde, war seinerzeit ein gewaltiger Fortschritt – aber dieses „seinerzeit“ bezieht sich eben auf das Jahr 1890. Inzwischen mehren sich Anzeichen dafür, dass diese Präparationsform Zahnfrakturen sogar begünstigen könnte – ganz im Gegensatz zu dem verbreiteten Glauben, dass Komposit grundsätzlich die Zahnsubstanz stabilisiert. Außerdem bringt eine Technik, bei der mehrere Kompositschichten in eine tiefe und kastenförmig ausgestaltete Präparation eingebracht und separat polymerisiert werden, das Risiko von Hohlräumen, Spalten und Verwerfungen zwischen den einzelnen Schichten mit sich. Während des Aufbaus der Füllung können sich Restspannungen in Zahn und Füllung bilden, und selbst bei sorgfältigster Technik kommt es durch die sich aufbauenden Spannungen oft zur Schrumpfung des Komposits, mit Randspalten oder Mikrofrakturen des Schmelzes als Folge.

I 29 Fachbeitrag _ Komposit-Restaurationen I cosmeticdentistry 2_2010 Nähe der Kavitätenränder gereinigt und mit einem feinen Sandpapierstreifen leicht angeraut. DieeigentlicheInjektionbildetdenAbschlussderBe- handlung. Es wurden eine Bioclear-Matrix und ein InterproximatorderrichtigenGrößeplatziert(Abb.8). Approximal und auf dem frisch geschnittenen Kom- posit wurde mit 37-prozentiger Phosphorsäure 20 Sekunden lang geätzt, dann gespült und getrock- net.AufdasDentinwurdemiteinemMikroapplikator das Adhäsiv AdperTM Single Bond Plus (3MESPE) auf- gebracht und verblasen. Nach Aufbringen von zwei Schichten Kunststoffbonder auf das Dentin war die Kavität bereit für die Injektion des Komposits. Das fließfähige Komposit wurde in den Kunststoff- bonderinjiziert,bisesdieMatrizezuetwaeinemDrit- telausfüllte.Anschließendwurdeauchnochdaspas- töse Komposit injiziert, das den größeren Teil des Kunststoffbundes und des fließfähigen Komposits verdrängte, und zwar nach lateral, weil das pastöse Komposit in der Mitte des approximalen Bereichs in- jiziertwurde.WährendderganzenZeitwurdeweiter- hin Druck auf den Injektionskolben ausgeübt, um das pastöse Komposit nicht zusammen mit der Injek- tionskanüle wieder aus dem approximalen Bereich „herauszuziehen“. Die Spritze wurde dann beim Ent- fernen nach okklusal geschwungen, ebenfalls um ein Zurückziehenzuverhindern.ÜberschüssigesKompo- sit wurde mit einer Sonde und einem Polierer zügig entfernt,unddieRandleistenwurdenabgerundet.Das Komposit wurde 10 Sekunden lang von okklusal und weitere10SekundenlangmiteinerDoppel-Polymeri- sationslampe von bukkal und lingual polymerisiert. Anschließend wurde die Matrize entfernt, und der Interproximator wurde aufgetrennt und nach lateral entnommen. Die Vorpolitur wurde mit grobem Bims- stein und einem Gummipoliernapf vorgenommen, und die abschließende Formgebung und Politur er- folgte mit verschiedenen Ausarbeitungs- und Polier- scheiben(Sof-LexTM ExtraThin,3MESPE).DieSchluss- politur wurde mit einem neuen Jazz Polisher (SS White) durchgeführt. Nach Abschluss der Prozedur war die Patientin, die das gesamte Geschehen selbst am Bildschirm hatte verfolgen können, begeistert und merkte an, dass die Füllung natürlicher aussähe als einige ihrer vorhan- denen Keramikkronen (Abb. 9 und 10)._ Abb. 19 und 20_ Ivorine- Demonstration, Fall II Inkrementelle Vorgehensweise mit Keil und Metallmatrize. Abb. 21 und 24_ Resultate 21, 22_Normal- und Nahaufnahme einer typischen inkrementellen Klasse II-Füllung mit Metallmatrize: Überschüssiges fließfähiges Kompo- sit (grün) mit stärkerer Polymerisa- tionskontraktion, einem Saum zwischen fließfähigem und pastösem Komposit, ungleichmäßige Ausarbei- tung und Polymerisationsproblemen am Gingivarand (ein Verblasen des Komposits würde es über die Präpa- rationsgrenze treiben). 23, 24_Normal- und Nahaufnahme einer nahtlosen, glatten Füllung aus hauptsächlich pastösem Komposit mit Bioclear-Matrize in Einschicht- Injektionstechnik. Abb. 21 Abb. 23 Abb. 19a Abb. 19b Abb. 20a Abb. 20b cosmeticdentistry _Autor David J.Clark,DDS Gründer der Academy of Microscope Enhanced Dentistry FortWayne,Indiana Ausbildungsleiter im Newport Coast Oral Facial Institute Newport Beach,California E-Mail: drclark@bioclearmatrix.com Abb. 22 Abb. 24

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