
Kompositexperte Jürgen Freitag verleiht seinen Verblendungen mit Flüssigmassen Individualität und ein natürliches Lichtspiel. Damit kein Detail verloren geht, härtet er die Modellation mit der Angelierlampe an. Wie er dabei schnell zu ästhetischen Ergebnissen kommt, verrät Freitag im Interview mit der Dental-zeitung.
#6 2011 DZ 059 Arbeitsplätzemitnehmenkann,ohnemir über eine Steckdose Gedanken zu ma- chen.DieLampeverbrauchtwenigStrom undhateinenstarkenAkku. In welchen Situationen setzen Sie die Angelierlampeein? Für das Finishing verwende ich die flüssigen Signum matrix Massen. Damit kein Detail verloren geht, fixiere (ange- liere)ichsiezwischendurch.Ichnutzedie HiLite pre zum Beispiel, um mal schnell eine Modellation im grazilen Fissuren- bereich oder in der inzisalen Front „ein- zufrieren“oderumeinenspitzmodellier- ten Mamelonfinger zu fixieren (Abb. 3). Solche zierlichen Modellationen könnte ich gar nicht anders zwischenhärten: Schon durch Anstoßen oder Bewegen des Modells würde sich die flüssige Mo- dellationinihrerFormverändern.Dasist ärgerlichundkostetZeitfürKorrekturen. Dieserspareichmirvonvornherein. WassinddabeifürSiedieVorteileder HiLitepre? Mit der kräftigen LED-Lampe der Hi- Lite Pre ist die Modellation in wenigen Sekunden fixiert. Ich führe das Hand- stückdabeiinjedemerforderlichenWin- kelfreiüberdasModell.Fallsnötig,kann ich direkt im Artikulator angelieren. Die Lichtfrequenz macht den Effekt der Va- luemassen gut sichtbar – besser als bei jeder anderen Angelierlampe. So kann ich die Farbwirkung gezielt steuern. Ins- gesamt komme ich mit der HiLite pre ra- scher zu hochwertigen Ergebnissen. Auch für die neuen flüssigen Signum Dentine, die Heraeus im Herbst auf den Marktbringt,kannichdieAngelierlampe nutzen. Womit polymerisieren Sie die Model- lationaus? Hier setze ich auf den Universalisten: Die HiLite power von Heraeus ist bei uns aufgrund ihres breiten Indikationsspek- trumsimDauerbetriebfürsämtlichelicht- härtenden Werkstoffe, ob Komposite, Löffel- oder Ausblockmaterial (Abb. 4). Der Belichtungsraum ist relativ groß, sodass ich die Arbeit mitsamt Modell hineinstellenkann.Umeffizientzuhoch- wertigenErgebnissenzukommen,brau- che ich beides: die mobile Lampe für die schnelle Zwischenfixierung und das starke Polymerisationsgerät für die si- chereAushärtung. Herr Freitag, vielen Dank für das Gespräch! 7 >> TEST Jürgen Freitags Meisterkniff:Schneller Glanz für Kompositverblendungen Wer mit Komposit verblendet,kennt das:Wo die Oberfläche gerade noch glänzend war,ist nach der Polymerisation eine schmierige Fläche.Kommt bei der Polymerisa- tion Luft an die Kompositoberfläche,bildet sich eine Dispersionsschicht.Diese muss der Zahntechniker vor der Politur mühsam entfernen.MeinTrick:Eine Schicht Signum insulating gel verhindert die Dispersionsschicht und erhält den Glanz. So geht’s:Die modellierte Endform polymerisiere ich an (HiLite power:90 Sek.).Um eine natürliche Oberflächenstruktur zu gestalten,überziehe ich dieVerblendung dünn mitTranspamasse (Signum matrix OT1).Im frischen Komposit ziehe ichTexturen (a). Diese fixiere ich zwischendurch ca.10 Sekunden mit der HiLite pre.Die finale Gestal- tung „friere“ ich ein (HiLite power:90 Sek.).Jetzt trage ich eine ca.3mm dicke Schicht insulating gel deckend auf (b).Sie schützt vor Sauerstoff.Nach derAbschlusspolymeri- sation (HiLite power:180 Sek.) wasche ich das Gel einfach unter fließendemWasser ab.Die bereits glänzende Oberfläche poliere ich nur noch auf Hochglanz (c). 5Abb.4:In den großen Belichtungstopf der HiLite power passen problemlos ganze Modelle mit Splitcast. >> ZTM Jürgen Freitag JF-Dental GmbH Hessenring 63 61348 Bad Homburg Tel.:0 61 72/2 27 24 E-Mail: contact@jf-dental.de Heraeus Kulzer GmbH GrünerWeg 11 63450 Hanau Tel.:0 61 81/35 30 84 E-Mail:dental@heraeus.com www.heraeus-kulzer.de KONTAKT Abb.4 a b c Wir freuen uns auf Ihre Meinung: dz-redaktion@oemus-media.de