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dz0611

Seit mehr als fünf Jahrzehnten bemühen sich Zahntechniker und Zahnärzte um einen Zahnersatz, der nicht nur in Bezug auf die funktionellen Aspekte akzeptiert wird, sondern gerade in ästhetischer Hinsicht nicht mehr als solcher von den Patienten und deren Umfeld wahrgenommen wird.

LiebeLeserinnenundLeser, seit mehr als fünf Jahrzehnten bemühen sich Zahntechniker und Zahnärzte um einen Zahnersatz, der nicht nur in Bezug auf die funktionellen Aspekte akzeptiert wird, sondern gerade in ästhetischer Hinsicht nicht mehr als solchervondenPatientenundderenUmfeldwahrgenommenwird. DiehandwerklichenFähigkeitenwurdenbisaufsÄußersteausgereiztunddaserworbeneWissenumdieMög- lichkeiten mit den Materialien genutzt, um gemeinsam mit der Dentalindustrie neue Werkstoffe zu entwickeln. MitderEinführungderCAD/CAM-Technologie,dievormehrals20Jahrenzunächstdie„Chairside-Behandlung“ revolutionierte, begann ein neues Zeitalter für die Fertigung metallfreier, keramischer Versorgungen. Die un- aufhörlicheWeiterentwicklungdieserTechnologielöstedannvorcircazehnJahrenentscheidendeVeränderun- gen der Fertigungsprozesse im Dentallabor aus. Die technische Begeisterung der Zahntechniker und die Per- spektive, sich mit dem Erwerb dieser Technologie einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen, führte bis heute zu derEntwicklung,dassderdeutscheDentalmarktabsoluterSpitzenreiterbeidenplatziertenCAD/CAM-Systemen imeuropäischenVergleichist. DieseTechnisierungwirdimmerweiterfortschreiten,AutomationsprozessefindenEinzugindietäglicheFer- tigung im Dentallabor, und durch neue Materialien werden sich Möglichkeiten erschließen, die bis heute nicht für möglich gehalten wurden. In diesem Zusammenhang werden z.B. Hochleistungskomposite mit mehr als 70%igemKeramikanteilundNano-TechnologiefürdefinitiveVersorgungengenannt.Daaberbekanntlichjede SoftwareundMaschinenursogutundpräziseseinkannwiederMensch,dersiebedient,isteswichtig,dassdas über Jahrzehnte erworbene Wissen um Funktion und Ästhetik auch in die Arbeitsweise mit der Soft- und Hard- ware eingegliedert wird. Die bereitgestellten Datenbanken sind hier sicherlich eine sinnvolle Unterstützung, aberdasWissenumdieAnatomieundwaseinenZahnnatürlichundeinzelnstehendaussehenlässt,obliegtder PersonanderComputermaus. Hier ist bereits ein deutlicher Fachkräftemangel zu verzeichnen, denn dieses zahntechnische Wissen kann nichtalleindurchComputerkenntnisseundDatenbankenkompensiertwerden.ÄsthetischeIndividuallösungen werdenimmerseltenerrealisiertundbeobachtetmandenästhetischenTrenddervergangenenfünfJahre,so hat sich bereits jetzt das Erscheinungsbild der Patienten geändert. Die Zähne werden „weißer“ und immer uniformer. Das Zahntechniker-Handwerk und die Dentallaboratorien sollten diese Fachkompetenz nutzen und bereits bei der Ausbildung und späteren Weiterbildung, unter anderem durch aktuelle Fachbeiträge, eine Integration des zahntechnischen Fachwissens in den maschinellen Fertigungsprozess schaffen. So nutzt man in optimaler Weise den technischen Fortschritt und bietet dem Zahnarzt und Patienten individuelle, ästhetisch hochwertige VersorgungenmitmodernsterFertigungstechnologie. Andernfallswirdwohlwirklich„dieKonfektionderStandardderZukunft“! MitfreundlichenGrüßen Ihr IngoScholten(ZTM) TechnischerLeiterundProduktmanager fürLaborproduktederSHOFUDentalGmbH >> EDITORIAL #6 2011 DZ 0033KENNZIFFER 0021 Konfektion – Der Standard der Zukunft? 5Ingo Scholten (ZTM)