Die Weiterentwicklung bei Haftvermittlern und Kunststoffen hat sich durch die Verbindung dieser beiden Materialien entwickelt, woraus eine neue Art von Füllungsmaterial entstanden ist: Compobond, also ein selbstklebendes Komposit. Compobonds nutzen die Vorteile von selbstätzenden Dentinadhäsivsystemen und von Harzen mit Nanofüllertechnologie, wobei auf die vorausgehende Bondingphase verzichtet wird. Dadurch werden Fehler vermieden, Protokolle vereinfacht und Zahnfüllungen berechenbarer und langlebiger.
#4 2010 DZ 059 papier überprüft. Alle Abdrücke des Arti- kulationspapiers, außer an bukkalen Hö- ckern bzw. im Oberkiefer an den palatina- len Höckern, werden ausgeglichen und mit Opti1Step-Polierern (KerrHawe SA, Schweiz)poliert(Abb.3). Kleine,nicht belastete,kontaktfreie Kavitäten Kleine Kavitäten in Bereichen mit ge- ringer Kaubelastung eignen sich ideal für die minimalinvasive Mikrozahnheil- kunde. Sofern der Patient geringe Risiko- faktoren aufweist, können beginnende kariöse Defekte vorerst nur beobachtet werden.BeiPatientenmiteinemerhöhten KariesrisikosollteeineBehandlungerfol- gen. Die Fallstudie unten zeigt ein 13-jäh- riges Mädchen, das unregelmäßig zu KontrollenindiePraxiskommtundZahn- behandlungen relativ gleichgültig gegen- übersteht. Die Anfangssituation zeigt ei- nen oberen zweiten Prämolaren und ersten Molaren mit okklusalen Läsionen sowie eine alte, schadhafte, okklusale Kompositfüllung im Molaren. Mit kleinen Diamantschleifern, die speziell für mög- lichst geringfügigen Zahnsubstanzabtrag ausgelegt sind, erfolgt die Kavitätenprä- paration. Aktuelle Studien zeigen, dass es nicht erforderlich ist, das gesamte kariöse Dentinzuentfernen.Vielmehrwerdendie Kavitätenränder klar definiert, um eine hermetische Versiegelung zu erreichen. SomithatBiofilm,dersichgelegentlichan der Zahnoberfläche ansammelt, keine schädlichen Auswirkungen mehr. Wie obenbereitserwähnt,könnendieRänder entwederangeätztoderabgeschrägtwer- den, um den Haftverbund zu aprismati- schem Zahnschmelz zu erhöhen (Abb. 4). Die erste Vertise Flow-Schicht sollte dünner als 0,5 mm sein und richtig- gehend in die Einbuchtungen der Kavi- tätenwände und des Kavitätenbodens hineingedrückt werden. Bevor weitere SchichtenindieKavitäteingebrachtwer- den, muss die erste Schicht Vertise Flow mit einer Polymerisationslampe aus- gehärtet werden. Zum Abschluss wird die Füllung mit Opti1Step-Polierern und OptiShine-Bürstchen (Kerr) auf Hoch- glanzpoliert(Abb.5). Kavitäten der Klasse V Klasse V-Kavitäten kommen in unter- schiedlichen Variationen vor. Freiliegen- desDentininKavitätenderKlasseVkann von Zahnschmelzverlust durch Abnut- zung,Abrasion,Abplatzenoderinfektiö- ser Karies herrühren. Wie das freilie- gende Dentin reagiert, kann nicht vor- hergesagt werden. Es führt oft zur Bildung von übermineralisiertem, ver- härteten Dentin, das nicht oder nur schwach auf die Dentinadhäsion an- spricht. Bei verhärtetem Dentin ist die Wirkung von Dentinbondingsystemen eingeschränkt, was eine große Heraus- forderung für die Dentinhaftung dar- stellt.AusdiesemGrundistVertiseFlow nichtgeeignetfürKlasseV-Läsionenmit stark übermineralisiertem, verhärteten Dentin. Sofern kein verhärtetes Dentin vorhanden ist, erzielt man mit Vertise Flow eine bessere Dentinadhäsion (28MPa)alsmitCompomer(15MPa)oder mitGlasionomerzementen(2,5MPa).Mit Artikulationspapier wird überprüft, ob die bukkale Läsion wirklich frei von okklusalenKontaktenist(Abb.6). Nach dem Anlegen des Kofferdams wird der Zahn mit Bimssteinmasse ge- reinigt, bei der Kavitätenpräparation wurden die Zahnschmelzränder abge- schrägt. Das Endergebnis zeigt die Fül- lung der Kavität mit Vertise Flow der Farbe A3 nach der Politur mit Opti1Step- Polierern(Abb.7).7 >> TEST 5Abb.4:Alle aprismatischen Zahnschmelzränder wurden sorgfältig abgeschrägt. 5Abb.5:Die fertige Restauration wird mit Polierspitzen auf Hochglanz poliert, um einen makellosen Übergang zum Zahnschmelz zu erzielen. 5Abb.6:Die Okklusalkontakte zeigen, dass der Füllungsbereich keiner Belastung ausgesetzt ist. 5Abb.7:Postoperativer Blick auf die mit VertiseFlow, Farbe A3, restaurierten Zähne. KENNZIFFER 0591 5 scharf, schärfer, nxt. p r e m i u m i n n o v a t i o n s info +49(0)7351.47499.0 Der Röntgensensor mit ,nxt generation , Bildqualität. x–on nxt ANZEIGE Abb.6 Abb.7 Abb.4 Abb.5
