Die Herstellung eines anatomisch unterstützten Gerüstdesigns ist die Basis für eine erfolgreiche metallfreie Versorgung. In Kombination mit einem perfekt abgestimmten Verblendmaterial wird die Herstellungszeit reduziert und das ästhetische Erscheinungsbild optimiert. Mehr als fünfjährige erfolgreiche Praxiserfahrungen bestätigen in diesem Zusammenhang die Erfolgsformel der leuzitverstärkten VINTAGE ZR Feldspatkeramik für Zirkonoxidgerüste. Dieser Beitrag informiert über die aktuellen Erkenntnisse dieser Werkstoffkombination.
Für die Anfertigung von ästhetisch hochwertigen Verblendungen in Kombi- nation mit Zirkonoxid ist es unbedingt empfehlenswert, bestimmte Parameter bei der Gestaltung des Gerüstdesigns einzuhalten, um eine möglichst gleich- mäßige Schichtstärke der Verblendung zuerreichen. War es vor ca. vier bis fünf Jahren ge- rade einmal möglich eine akzeptabel passende Zirkonkappe herzustellen, so bieten heute moderne Fräsprogramme und Hochleistungsfräsmaschinen na- hezu uneingeschränkte Gestaltungs- möglichkeiten beim anatomisch redu- zierten Gerüstdesign mit gleichbleibend hohemStandard(Abb.2). Abplatzungen vom Zirkongerüst auf- grund fehlender Formunterstützung ge- hören deshalb heute nahezu der Vergangenheitan(Abb.3). Am Beispiel einer viergliedrigen Frontzahnbrücke werden nachfolgend die wichtigsten Einzelschritte für die Anfertigung einer ästhetisch hochwerti- gen Restauration mit dem VINTAGE ZR Keramiksystemdokumentiert. Opaque Liner WirddasZirkongerüstnichtbereitsvor dem Sinterbrand farblich der gewünsch- ten Zahnfarbe angepasst, beeinträchtigt oft das strahlende Weiß das Erschei- nungsbild der angefertigten Res- tauration. Mit der Anwendung einer dünn aufgetragenen Schicht Opaque LinerwirddieserEffektgezielteliminiert. Neben dem Kaschierungseffekt unter- stütztdieseSchichtdenVerbundderVer- blendkeramikzumZirkongerüst. Opaque Dentin-/Dentinmassen Durch die extrem feine Partikelstruk- tur der VINTAGE ZR Keramik lassen sich diese Massen sehr einfach und gezielt auftragen. Ist im Zervikalbereich eine eher intensivere Farbdichte gefordert, lässt sich diese durch das Auftragen der Opaque Dentin- bzw. Zervikalmassen erreichen. Die anschließende Dentin- schichtung erfolgt dann konventionell entsprechend der anatomischen Zahn- form unter Berücksichtigung der Brenn- schrumpfung. Gezieltes Zurückschnei- denzurAufnahmederTransluzenz-oder Inzisalschichtungsicherthierbeidiekor- rektePositionderZahnkörper(Abb.4). Opal Transluzenz- und Inzisalmassen Mit einem umfangreichen Angebot transluzenter Inzisal- und Effektmassen stehendemZahntechnikeralleerforder- lichen Komponenten für eine patienten- spezifische Reproduktion der Schmelz- nuancen zur Verfügung. Bereits eine geringe Menge Opal-T als Zwischen- schicht von Dentin und abschließender Inzisalmasse unterstützt den Lichttrans- portinbeeindruckenderWeise.DieKom- plettierung der Zahnform erfolgt dann mit opalisierender Inzisalmasse (Abb. 5 und6). Brandführung Der erste Dentinbrand wird mit einer maximalen Steigleistung von 50°C durchgeführtbisaufca.910°C.DieseVor- gehensweise sichert eine gleichmäßige Aufheizung der Zirkongerüste und der Verblendkeramik. Nach Erreichen der Endtemperatur hat es sich bewährt, die Arbeit auf dem Brenngutträger bis zum Abkühlen auf die Vorwärmtemperatur unterhalb der Brennkammer zu belas- sen. Auf diese Weise wird auch bei um- 5Abb.6:...undvonpalatinal.5Abb.7:Brandführung:EinegleichmäßigeWärmeleitungzwischen dem ZrO2Y2O3-Gerüst und derVerblendkeramik ist nur bei max.50°C/min.gewährleistet. #3 2010 DZ 049 >> DAS DIGITALE LABOR Abb.4 Abb.5 5Abb.4: Dentinschichtung 5Abb. 5: Inzisalschichtung von labial ... Abb.6 Abb.7
