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Bei der ersten Wahl zum hauptamtlichen Vorstand vor Jahren waren Fedderwitz, Esser und Buchholz noch als Team aufgetreten. Eigen t - lich lehnte man gemeinsam – um dem Freien Verband Honig ums Maul zu schmieren – die Hauptamtlichkeit strikt ab, bewarb sich aber um die KZBV-Vorstandsposten, denn nur selbst könne man das Beste für die Kassenzahnärzte leisten. Dies ausgestattet mit viel Macht, an der Seite eine weitgehend entmündigte Vertreterversammlung (Zahnärzteparlament) aus überwiegend hauptamtlichen Kollegen aus den Ländern besetzt als Zustimmungsmaschine, und wohl ausgestattet mit hoch dotierten Verträgen (bald € 300.000 – alles in allem) sowie gut gesicherter Altersversorgung, verbunden mit dem Recht, die Kassenpraxis aktiv weiterzu - betreiben. So konnte man in be - quemen Polstern sitzend schön Berufspolitiker spielen.

DENTALTRIBUNE German Edition · Nr. 9/2010 · 1. September 2010 International News 3 Paläontologen erkannten fossile Zähne schon vor 200 Jahren als wich- tige Informationsquelle für die Ent- wicklungsgeschichte der Wirbeltiere, weil sie oft alleine als härtester Teil des Körpers die Jahrmillionen über- dauert haben. „Schon vor mehr als 200 Jahren hat die Wissenschaft den Wert dieser Informationsquelle er- kannt“, so Dr. Gertrud Rößner von der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie/GeoBio- Center der LMU München, die feder- führend am Konzept der Ausstellung „Zähne“ mitgewirkt hat. „Von vielen ausgestorbenen Wirbeltie- ren weiß man nur,weil ihre Zähne überdauert haben. Die überwältigende For- menvielfalt fossiler und heutiger Zähne zeichnet aber auch wichtige Anpassungen im Nahrungserwerb sowie Nahrungs- wettbewerb,und damit weite Strecken derEntwicklungsgeschichtenach.“ Zahlreiche weithin unbekannte Aspekte rund um Zähne werden auf- gegriffen: So erfährt man, dass nicht nur Wirbeltiere zahnartige Struktu- ren zur Nahrungsaufnahme entwi- ckelten oder wie die Natur ein aus- geklügeltes Organsystem bei den Wirbeltieren entstehen ließ. Außer- dem beantwortet die Ausstellung unter anderem Fragen wie, warum Zähne ein Erfolgsgeheimnis sind, wie Zähne gebildet werden, was Zahn- schmelzist,warumAbkauungwichtig ist oder wie Umweltbedingungen in Zähnenarchiviert werden. DieSonderausstellung„Zähne“im Paläontologischen Museum München, Richard-Wagner-Straße 10, wurde am 23. Juli 2010 eröffnet und läuft bis zum30.Juni2011.MehrInformationen unterwww.palmuc.de DT Psychosomatik in der Zahnheilkunde das Curriculum Psychosomatische Grundkompetenzan“,soWolowski. Die zweite Schwierigkeit liegt auf- seiten der Patienten, welche mit einer primär somatischen Behandlungs- erwartung kommen. Dazu die Vorsitzende des Arbeits- kreises:„Psychosoziale Themen im Kontext dieser Erwartungshaltung und natürlich auch im Kontext eines zahnärztlichen Behandlungszimmers werdenvondenPatientenalsunpassend erlebt.HiergiltesdurchallgemeineAuf- klärung Tabus zu brechen. Betroffene wie deren Angehörige dürfen die Diagnose „psychosomatische Störung“ nicht als negatives Stigma erleben. Ge- lingt dieses, dann ist der Weg für eine adäquateTherapiegeebnet.“ Oftmals ist eine interdisziplinäre Behandlung notwendig und zeigt, dass die Zahnmedizin auch in diesem Be- reich ein integraler Bestandteil des me- dizinischenFächerkanonsist.Patienten mit psychosomatischen Störungen gel- tennichtmehr,aberauchnichtweniger erkrankt als Patienten der Primärver- sorgung, die nicht unter solchen Stö- rungen leiden. „Das heißt, wir dürfen auf somatischer Ebene nicht überrea- gieren, wir dürfen andererseits aber auch notwendige Maßnahmen nicht unterlassen“, betont Dr. Wolowski ab- schließend. Der diesjährige Tag der Zahngesundheit bietet erneut eine Vielzahl von Möglichkeiten, unter- schiedliche Aktionen in ganz Deutsch- land durchzuführen – von Fotowett- bewerben über Veranstaltungen zur Mundgesundheit allgemein bis hin zu Aufklärungsaktionen zum Themenfeld Psychosomatik. Und für die Zahnarzt- praxenistder25.SeptembereinguterAn- lass, ihren Patienten eine zahngesunde Freudezumachen. MehrInformationen unter: www.tagderzahngesundheit.de undhttp://akpp.uni-muenster.de DT MÜNCHEN–DieEuropeanCenter for Dental Implantology (ECDI), ein Zusammenschluss von 17 spezi- alisierten Praxen und Zentren, star- ten eine wissenschaftliche Studie mit über 1.000 Patienten, in der untersucht werden soll, ob implan- tatgetragenerZahnersatzdiemund- bezogeneLebensqualitätderPatien- ten signifikant verbessert. 2008 untersuchte erstmals eine Wissenschaftler-Gruppe um Dr. Hans-Joachim Nickenig und Prof. Dr. Manfred Wichmann von der Universitätsklinik Erlangen ca. 200 teilbezahnte Patienten und kamen zu dem Schluss, dass sich die Le- bensqualität durch die Implantatbe- handlung bereits signifikant erhöht hat. Diese Untersuchung dient den ECDI-Zentren als Referenz-Studie. IndenZentrenwerdenproJahrmehr als15.000Implantategesetzt. Alle Patienten, die an den ECDI- Zentren implantologisch behandelt werden, erhalten die verkürzte Ver- sioneinesstandardisiertenundinter- national anerkannten Fragebogens Oral Health Impact Profile (OHIP), den sie vor der Behandlung, in der Einheilphase und nachAbschluss der prothetischen Behandlung beant- worten müssen. Die Ergebnisse wer- den verglichen mit der mundbezo- genen Lebensqualität von Patienten, denen keineZähnefehlen. DT EinflussaufLebensqualitätdurch implantatgetragenenZahnersatz ECDI-Zentren starten wissenschaftliche Studie. Für Sie gelesen auf www.zwp-online.info ÁFortsetzung von Seite 1 „Ausstellung“ Abb.4:Sonderausstellung„Zähne“: 23.Juli2010bis30.Juni2011,imPaläontologischenMuseum München.(Fotos:BayerischeStaatssammlungfürPaläontologieundGeologie) Abb.1:„LaternedesAristoteles“–Isolierter KieferapparatderlebendenSeeigel-Gattung Heterocentrotus(Philippinen).DergrößteTeildesKieferapparatesistbeimlebendenTiervomSkelett des Seeigels umgeben; lediglich die Zähne ragen aus der Mundöffnung hervor.Derartige Kieferappa- ratewurdenerstmalsvomgriechischenNaturphilosophenAristotelesbeschrieben(4.Jahrhundertvor Christus).– Abb.2:BackenzahndesausgestorbenenSäugetiersDesmostylus.Erbestehtausmehreren anderBasisverschmolzenenZylindernausZahnbeinmitjeeinerHülleausdickemSchmelz.–Abb.3: BlickaufdieZähnedesFischsauriersStenopterygiusmitreusenartigenGebisszumFangvonFischen. NeueSonderausstellung„Zähne“ Unbekannte Aspekte rund um die Zahngeschichte. 4 1 2 3 ÁFortsetzung von Seite 1 „Psychosomatik“ Dentin-Versiegelungsliquid Sekundärkaries in Randspalten führt häufig zu Problemen. Immer mehr Zahn- ärzte setzen deshalb auf die Cu-dotierte Tiefenfluoridierung mit Dentin-Versiege- lungsliquid. Für höchsten Schutz vor Karies, Sekundärkaries und Kariesrezidiven. Dabei ist es deutlich effizienter als die Fluorid- abgabe aus Kunststoff-Füllungen. Hauptursache für den Stofftransport in Randspalten ist der Kaudruck – gröbere Speiseteile wirken wie druckübertragende Stempel, die einen Druck von mehreren Bar erzeugen. Umso wichtiger ist deshalb die permanente und frühzeitige Konservierung, denn diese hat eine entscheidende Bedeu- tung für die Lebensdauer der Restauration. Dentin-Versiegelungsliquid: hochwirksam gegen Sekundärkaries dauerhaft desinfizierender Pulpenschutz stimulierte Bildung von Sekundärdentin optimaler Schutz, höchste Effizienz einfache, kostengünstige Anwendung Cu-dotierte Tiefenfluoridierung schützt Kavität und Stumpf Messeangebot: Probierpackung für netto 20 Euro Humanchemie GmbH · Hinter dem Kruge 5 · D-31061 Alfeld/Leine Telefon +49 (0) 51 81 - 2 46 33 · Telefax +49 (0) 51 81 - 8 12 26 www.humanchemie.de · eMail info@humanchemie.de siehe auch S.14 ANZEIGE