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Nachhaltigkeit ist heute ein entscheidendes Kriterium in allen politischen Bereichen. Hieran müssen Konzepte und Entscheidungen gemessen werden, um ihren langfristigen Bestand zu sichern. Prävention ist unzweifelhaft ein sehr nachhaltiges Prinzip, und die Zahnmedizin darf mit berechtigtem Stolz darauf verweisen, dass sie hier Vorbildfunktion erfüllt. In keiner anderen medizinischen Fachdisziplin ist es gelungen, innerhalb von zehn Jahren die Krankheitslast so entscheidend zu senken. Bekanntlich hat aber der Erfolg viele Mütter und Väter – und auch bevölkerungsweite Aufklärungskampagnen besitzen einen wesentlichen Anteil hieran...

Nachhaltigkeit ist heute ein entscheidendes Kriterium in allen politischen Bereichen. Hieran müssen Konzepte und Entschei- dungen gemessen werden, um ihren langfristigen Bestand zu sichern. Prävention ist unzweifelhaft ein sehr nachhaltiges Prinzip, und die Zahnmedizin darf mit berechtigtem Stolz dar- auf verweisen, dass sie hier Vorbildfunktion erfüllt. In keiner an- deren medizinischen Fachdisziplin ist es gelungen, innerhalb von zehn Jahren die Krankheitslast so entscheidend zu senken. Bekanntlich hat aber der Erfolg viele Mütter und Väter – und auch bevölkerungsweite Aufklärungskampagnen besitzen ei- nen wesentlichen Anteil hieran. Der Tag der Zahngesundheit, der in diesem Jahr zum 20. Mal begangen wird, ist bestes Beispiel hierfür. Kontinuierlich, vernetzt und gemeinsam über alle Interessengruppen hinweg, mit gleichbleibender Kernbot- schaft, aber wechselnden Zielgruppen sowie vielfältig und kre- ativ: Der 25. September ist immer wieder bundesweit ein wich- tiger Tag für die Mundgesundheit. Stand anfangs die dringend notwendige Verbesserung der Mundgesundheit für Kinder und Jugendliche im Vordergrund, so wurden später die Herausfor- derungen durch den demografischen Wandel, die Bedeutung der Mundgesundheit für die Allgemeingesundheit, aber auch die parodontalen Erkrankungen in den Fokus genommen. Gegenstand war immer die bevölkerungsweite Aufklärung, die Stärkung der Eigenverantwortung, aber auch die Verbesserung derRahmenbedingungenfürdiezahnmedizinischePrävention. Hierfür haben sich seit jeher die rund 30 Mitgliedsorganisatio- nen im Aktionskreis zum Tag der Zahngesundheit eingesetzt. Das wechselnde aktuelle Motto, das den traditionellen Slogan „Gesund beginnt in Mund“ ergänzt, ist eine Gemeinschaftsent- scheidung: Ein ausgewählter Arbeitskreis entwickelt die ak- tuellen Themen und diskutiert diese mit der Mitgliedervollver- sammlung. So entwickeln sich jedes Jahr neu spannende Über- legungen, welche Botschaften bei der traditionellen jährlichen zentralen Pressekonferenz den Medien und damit der Bevöl- kerung und auch den Kollegen übermittelt werden sollen. Eine Gemeinschaftsaufgabe ist auch diese zentrale Pressekonferenz unter Federführung der Bundeszahnärztekammer: In der Regel sind es dabei die Bundeszahnärztekammer, der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen und ein Repräsentant aus der zahnärztlichen Wissenschaft, die die verschiedenen fachlichen Aspekte und strukturellen Daten, verbunden mit wichtigen In- formationen für die breite Bevölkerung übermitteln – ein Kon- zept, das von den Medien gut angenommen wird und den Pres- sekonferenzen eine erfreuliche Teilnahme beschert. Die er- reichten Meldungen, die sich mit den Hunderten regionalen Presseberichten aus den Bundesländern anlässlich dortiger Aktionen ergänzen, zeigen, welch eindrucksvolle Bedeutung derTagderZahngesundheitauchmedialindenletzten20Jah- ren erreicht hat – er ist ein fester Bestandteil des öffentlichen Lebens in Deutschland geworden. Praxen, Schulen, Labore, Apotheken, Kliniken, Unternehmen, Verbände, Kindergärten – allein diese Auswahl an regionalen Akteuren zeigt, dass der TagderZahngesundheitingroßerBreiteaufgestelltist.Bereits zu Jahresbeginn erhält die Pressestelle Anfragen, was denn im aktuellen Jahr das Motto sein wird. In diesem Jahr sind es die psychosomatischen Erkrankungen mit ihrer Bedeutung für die Mundgesundheit. Das Motto 2010: „Gesund beginnt im Mund – Lachen ist gesund“ soll einerseits darauf hinweisen, dass Psyche und orales Wohlbefinden, aber auch orale Erkrankung nicht selten sehr eng miteinander ver- bunden sind – ein Thema, was zunehmend in den Blickpunkt der Praxis gerät sowie in der breiten Bevölkerung kaum bekannt ist. Gleichzeitig soll das Motto aber auch Anlass sein, uns die bisher erreichten Erfolge zu vergegenwärtigen und uns darü- ber zu freuen. Ein wichtiger Begleiter war dabei der Verein für Zahnhygiene, der seit Jahren den Tag der Zahngesundheit vielfältig unterstützt und auch die Kommunikationsplattform www.tag-der-zahngesundheit.de zur Verfügung stellt. Wesentlich für den langfristigen Bestand und den Erfolg dieses TageswarundistausmeinerSichtabervorallemdiebunteViel- falt und Kreativität aller Beteiligten rund um dieses Ereignis. Deswegen an dieser Stelle vor allen Dingen mein Dank an alle, die diesen Tag nutzen und ihren Beitrag an den verschiedenen Ortendazuleisten,dassdiePräventioninderZahnmedizinbei- spielgebend und nachhaltig bleibt. Ad multos annos Tag der Zahngesundheit! Dr. Dietmar Oesterreich Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer 6 ZWP 7+8/2010 politik statement Nr.6 Statement DR. DIETMAR OESTERREICH • Vizepräsident der Bundeszahnärztekammer „Tag der Zahngesundheit – seit 20 Jahren Baustein nachhaltiger Prävention“

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