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Wieso gerade Guatemala? Die Antwort ist recht einfach. Franziska hatte schon länger vor, ein Semes-ter oder zumindest die Semesterferien im Ausland zu verbringen. Schließlich bekam sie das Angebot nach Guatemala zu gehen. Herr Priv.-Doz. Dr. Müller (Ab-teilung für Biomaterialforschung der Abteilung für Zahnärztliche Prothetik und Alterszahnmedizin, Charité Berlin) schlug ihr vor, sie mit Dr. Luis Ramiréz aus Antigua, Guatemala, bekannt zu machen. Dank der freundschaftlichen Beziehung zwischen den beiden und des persönlichen Einsatzes von Priv.-Doz. Dr. W.D. Müller konnte dieser Plan verwirklicht werden. Franziska nahm das Angebot an und befand sich schließlich im Flugzeug nach Mittelamerika.

dentalfresh #2 2010 19 >>> Wieso gerade Guatemala? Die Antwort ist recht einfach.Franziska hatte schon länger vor,ein Semes- teroderzumindestdieSemesterferienimAuslandzu verbringen. Schließlich bekam sie das Angebot nach Guatemala zu gehen. Herr Priv.-Doz. Dr. Müller (Ab- teilung für Biomaterialforschung der Abteilung für Zahnärztliche Prothetik und Alterszahnmedizin, Charité Berlin) schlug ihr vor,sie mit Dr. Luis Ramiréz aus Antigua, Guatemala, bekannt zu machen. Dank der freundschaftlichen Beziehung zwischen den bei- den und des persönlichen Einsatzes von Priv.-Doz.Dr. W.D. Müller konnte dieser Plan verwirklicht werden. Franziska nahm das Angebot an und befand sich schließlich im Flugzeug nach Mittelamerika. Schnell wurden die Unterschiede zwischen Deutsch- land und der neuen Heimat für die nächsten zwei Monate klar.Bauten aus der spanischen Kolonialzeit, kleine bunte Reihenhäuser und Wellblechhütten drängeln sich in den Straßen, die zumeist mit über- füllten Chickenbussen, Motorrädern oder Tuk Tuks (Motorradtaxis)befahrenwerden.Außerdemmusste Franziska ihre konservativeVorstellung von Ordnung über Bord werfen und lernen, dass es nicht schlimm war,eine halbe Stunde eine oberen Molarenzange zu suchen. „Buenos dias, Doctora!“ Der erste Tag nach der Anreise:Ohne Schonzeit ging es los, Handschuh an, ran an den Patienten und sich den minimalen Spanischkenntnissen ergeben. Im Hospital National de San Felipe, 3km außerhalb von Antigua, arbeitete die Studentin, neben einem der beiden Zahnärzte, in der Ein-Raum-Abteilung „Odontologia“. Hierbei standen ihr eine bis 15 Zahnarzthelferinnen zurSeite.DieserBerufist inGuatemalaganzneuund dementsprechend wimmelte es nur so von neuen Auszubildenden. Andererseits ist es auch genauso möglich,dassjemandvomRaumreinigungspersonal den Sauger hält. Franziska ist zu groß. Mit ihren 1, 69m überragte sie sogar die Männer.Behandelte sie im Stehen,wie hier üblich,waresfüralleHelferschwer,denTupferaufdie richtige Stelle zu drücken. Auch die Nomenklatur ist vollkommen unterschiedlich, nicht nur bei den Zan- Fremde Gerüche, eine fremde Sprache. Jeder, der nicht nur für einen Kurztrip in ein unbekanntes Land fährt, kennt das Gefühl. Alles ist neu und unglaub- lich interessant. Das Ganze gestaltet sich zu einem klei- nen Abenteuer ist man nicht nur zum Urlaub dort, son- dern auch, um zu arbeiten und die Sprache zu erlernen. Franziska Maslewski, eine junge Zahnmedizinstuden- tin der Charité Berlin, da- mals im 9. Semester, ging für zwei Monate in ein Entwick- lungsland, um neue Erfah- rungen zu sammeln. Ihr Ziel: Guatemala. Ihre Mission: Praxis im zahnmedizinischen Bereich und die spanische Sprache. SALSA UND AMALGAM Annika Maslewski

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