Fischer Art Landemerker

Über Farbschocktherapie, tibetische Kinder und vieles mehr

Gehen? Michael, ich glaube, ich habe dich noch nie gehen sehen. Man könnte es eher rennen nennen. Das betrifft auch deine Sprache – du redest wie ein Wasserfall. Ich habe ein hohes Tempo, ja. Aber es gibt so viele Projekte und Sachen, die ich gerne machen möchte. Es gibt keine Zeit zu verlieren. Deine Ausstellung im Kunstverein Stavanger hat den Namen „Landmarken“ bekommen. Wieso das? Bei Wikipedia findet man die folgende Definition von „Landmarke“: „ursprünglich eine Bezeichnung für einen Punkt an Land, nach dem man steuern konnte, wenn man auf hoher See war (…) [Landmarken waren] Teil des alten Küstennavigationssystems bevor Leuchtturm und Bojen entlang der Küste üblich wurden. (…) Heutzutage wird das Wort häufig für Gebäude und Landformationen benutzt, die ins Auge fallen und die man schon von weitem sehen kann, auch wenn man an Land ist. Beispiele für solche Landmarken sind der Eiffelturm in Paris oder die Freiheitsstatue in New York.“ Landmarken geben mir die Möglichkeit, dauerhafte Veränderungen in der bestehenden Landschaft vorzunehmen. Häuser und Türme, die jahrzehntelang gleich ausgesehen haben, wandle ich um in Kunstwerke. Auf diese Weise entsteht ein spannender Blickfang, der ganzen Stadtteilen einen neuen Ausdruck verleiht. In der Leipziger Kunstszene bist du ein „enfant terrible“. Nun, ich lehne es ab, mich den Regeln und politischen Spielchen der Galeristen und Museumsdirektoren anzupassen. In Lugano in der Schweiz habe ich hingegen eine ganz fantastische Galeristin. Sie weiß, wie ich ticke und verwaltet meine Werke nach meinen Vorstellungen. Ich mache mein eigenes Ding und genieße diese Freiheit. Und das tust du mit Stil, Michael. Viel Glück weiterhin. Michael Fischer-Art und VNG Norge Michael hat Farbe in unsere Büroräume in Stavanger und Oslo gebracht und die Zeichnungen für www.vng.no sowie für unsere Weihnachtskarten gestaltet. Mit Unterstützung der VNG Norge AS hat Michael eine ganze Woche lang gemeinsam mit Jugendlichen der „Lenden skole og ressurssenter“ in Stavanger gezeichnet. Die Lehrer waren beeindruckt davon, wie einige ihrer Schüler plötzlich auf der Leinwand kommunizierten. In der Lenden-Schule hängt ein Schild, auf dem steht: „Im September 2008 wehte ein kreativer Wirbelwind durch unsere Räume.“ Nun ist der Wirbelwind zurück in der Stadt mit einer Ausstellung im Kunstverein sowie als Leiter mehrerer Workshops unter der Regie des „kulturellen Schulranzens“. 9

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